Das gute Porzellan steht seit Jahren unbenutzt im obersten Schrankfach. Für dich selbst nimmst du die alten Teller, die schon ein paar Macken haben. Auf den besonderen Anlass, für den du es aufhebst, wartest du vergeblich. Du staubst es gelegentlich ab und stellst es wieder zurück.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass der Alltag das Schöne nicht verdient hat. Worauf baust du – auf das Aufsparen für später oder auf die Freude, die du dir heute schon gönnen darfst?
Wer auf Liebe baut, deckt am Sonntag den Tisch mit dem guten Porzellan, auch ohne Gäste. Du darfst das Schöne benutzen, einfach weil du es hast.