Beim Blutspenden fragt dich die Mitarbeiterin, ob du ausgeschlafen bist und gegessen hast. Du nickst, obwohl du die Nacht kaum geschlafen und nur einen Kaffee getrunken hast. Du willst spenden, weil es gebraucht wird, und riskierst dabei deinen eigenen Kreislauf.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass deine Spende abgelehnt wird und du dann vor den anderen als ungeeignet dastehst. Worauf baust du – auf das tapfere Nicken oder auf die ehrliche Antwort, die dich und deine Spende schützt?
Wer auf Liebe baut, sagt der Mitarbeiterin ruhig, dass die Nacht zu kurz war, und lässt sich beraten. Du darfst zugeben, dass dein Körper heute nicht spenden kann; gesund zu bleiben ist auch ein Geschenk an alle, die auf dein Blut warten.