Unter einem Beitrag über das neue Bürgerbegehren schreibst du nicht zum Inhalt, sondern korrigierst die Rechtschreibung des Verfassers. Dein Kommentar zählt am Ende nur ein paar Worte und trägt zur eigentlichen Frage nichts bei.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass ein sprachlicher Fehler unkommentiert stehen bleibt und du deine Kompetenz zeigen musst, um gesehen zu werden. Worauf baust du – auf Korrektheit, die bloßstellt, oder auf eine Antwort, die das Anliegen ernst nimmt?
Wer auf Liebe baut, antwortet auf den Gedanken hinter dem Text und lässt den Kommafehler stehen. Du darfst dein Wissen um Sprache zeigen, ohne andere klein zu machen. Ein guter Einwand zur Sache bleibt länger im Gedächtnis als ein rotes Komma.