Du bist schon eine Weile im Möbelhaus unterwegs und suchst nach einem Toilettenschild. Eine Mitarbeiterin räumt direkt neben dir Kissen ein. Statt sie anzusprechen, gehst du noch eine Runde und formulierst im Kopf eine möglichst höfliche Frage samt ausführlicher Entschuldigung.
Es könnte mehr als Höflichkeit sein: Dahinter steht Angst: Dein Anliegen könnte gerade ungelegen kommen und lästig wirken. Worauf baust du – auf den perfekt vorbereiteten Fragesatz oder auf eine kurze Auskunft der Mitarbeiterin?
Wer auf Liebe baut, berücksichtigt andere, ohne gewöhnliche Fragen zu verkomplizieren. Du darfst kurz warten, bis sie aufschaut, und dann nach der Toilette fragen. Dafür braucht sie deine ganze Vorgeschichte nicht. Ein Bitte und ein Danke reichen hier meist völlig aus, und du findest schneller den Weg.