Er bittet um Zeit, sie bittet um Aufmerksamkeit, doch du überhörst es, weil der Alltag dich verschluckt. Erst wenn die Stimme lauter wird, merkst du, dass du lange weg warst.
Dahinter steht Angst: dass du dich auf diese Wünsche einlassen müsstest und dabei zu kurz kommst oder versagst. Worauf baust du – auf das Wegsehen, das die Distanz vergrößert, oder auf das Hinhören, das die Nähe rettet?
Wer auf Liebe baut, hört auch die leisen Töne und antwortet, bevor sie zu Vorwürfen werden. Du darfst zuhören – manche Bitten sind leise, weil Hoffnung und Angst zugleich darin stecken.
Weiterfragen: Warum fällt es dir schwer, Komplimente vom Partner zu glauben? · Warum wartest du, bis es zu spät ist, um zu sagen, was du fühlst?