Warum trinkst du den dritten Kaffee, obwohl du schon zitterst?

Deine Hände zittern, deine Gedanken rasen, und trotzdem schenkst du nach. Warum gehst du über das Signal hinweg, das dein Körper dir so deutlich schickt? Irgendwo glaubst du offenbar, dass noch mehr Tempo die Lösung ist.

Vielleicht willst du weitermachen, nichts verpassen, für alle da sein – das ist Liebe zu deiner Arbeit, deinen Menschen, deinem Tag. Oder du fürchtest das Tief, die Stille, die Müdigkeit, die käme, wenn du aufhörtest – die Angst, zurückzufallen, nicht zu genügen. Dieselbe Tasse kann beides tragen.

Worauf baust du? Dein Körper ist nicht gegen dich, er spricht mit dir. Wenn du ihn mit der nächsten Dosis überstimmst, frag dich, für wen du rennst. Liebe ruht, wenn Ruhe nötig ist; Angst erlaubt das nie. Du darfst leisten und trotzdem sanft sein – die dritte Tasse liebt dich nicht zurück, du aber kannst es.

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