„Ich bin im Stress“, sagst du, und in deiner Stimme liegt ein leiser Stolz. Erschöpft zu sein klingt bei dir nach Wichtigkeit, beschäftigt nach Wert. Als wäre Entspanntheit ein Eingeständnis.
Dahinter steht Angst: die Angst, dass du weniger bedeutsam bist, wenn du ruhig wirkst, dass man dich für unnütz hält, wenn du nicht kämpfst. Also hältst du die Anspannung sichtbar. Worauf baust du – auf das Funktionieren oder auf das Sein?
Anspannung ist kein Beweis von Wert. Wer auf Liebe baut, darf auch entspannt wichtig sein. Du darfst ruhig sein und trotzdem zählen.
Weiterfragen: Warum spannst du dich an, wenn du loslassen willst? · Warum behandelst du Müdigkeit wie einen Feind?