Beim Filmabend verstehst du die leisen Dialoge kaum. Du schaltest Untertitel ein, doch neben dir seufzt jemand über die Schrift. Sofort drückst du wieder auf die Fernbedienung. Den Rest des Films errätst du aus Blicken und Musik, obwohl du eigentlich mitverfolgen möchtest, was gesagt wird.
Vielleicht passt für diesen Moment der Satz: Dahinter steht Angst: Du möchtest nicht als anstrengend gelten, weil du anders zuhörst. Worauf baust du – auf einen ungestörten Bildschirm für andere oder auf verständliche Dialoge für dich?
Wer auf Liebe baut, lässt unterschiedliche Zugänge nebeneinander bestehen. Du darfst sagen, dass du die Untertitel brauchst, und sie eingeschaltet lassen. Ein gemeinsamer Filmabend verlangt nicht, dass du auf einen Teil der Geschichte verzichtest.