Warum rechnest du Geburtstage lieber in Jahrzehnten als in Jahren?

Ein gewöhnlicher Geburtstag geht beinahe nebenbei vorbei. Vor einer runden Zahl beginnst du dagegen zu rechnen: Was hast du erreicht, was fehlt noch, was wird nun schwieriger? Der Wechsel einer Ziffer wirkt plötzlich wie eine Tür, durch die du rechtzeitig etwas mitnehmen müsstest.

Runde Zahlen bieten eine Ordnung, die das Leben selbst nicht kennt. Beziehungen, Neugier und Veränderungen halten sich selten an Jahrzehnte. Trotzdem können solche Grenzen nützlich sein, wenn sie zum Nachdenken einladen. Belastend werden sie dort, wo aus einer Orientierung ein Urteil über deinen bisherigen Weg entsteht.

Du könntest statt einer Bilanz eine offene Frage mitnehmen: Was möchtest du im kommenden Jahr häufiger erleben? Dafür brauchst du weder einen vorzeigbaren Abschluss noch einen vollkommen neuen Anfang.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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