Bevor du eine Nachricht abschickst, liest du sie zweimal und änderst oft noch ein Wort. Selbst bei einer kurzen Frage an den Nachbarn tippst du lange um. Was locker klingen soll, wirkt am Ende wie ein Formular.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass ein ungeschickter Satz dich entlarvt und falsch verstanden wird. Worauf baust du – auf fehlerfreie Texte oder auf den lebendigen Ton, den Menschen verstehen?
Wer auf Liebe baut, schickt die Nachricht nach einem kurzen Blick und vertraut dem Klang. Du darfst schreiben, wie dir der Schnabel gewachsen ist, ohne jedes Komma zu verteidigen. Echtheit liest sich wärmer als Perfektion.