Du bist schon im Flur, dann gehst du zurück zur Haustür und drückst die Klinke. Im Bett fällt dir ein, dass du sie doch nicht geprüft hast, also stehst du noch einmal auf. Erst beim dritten Mal lässt dich der Gedanke schlafen.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass eine offene Tür alles gefährdet, was hinter ihr liegt, und dass nur deine Kontrolle es sichert. Worauf baust du – auf das wiederholte Prüfen oder auf das Vertrauen, dass dein Zuhause hält? Die Klinke antwortet dir beim ersten Druck längst.
Wer auf Liebe baut, prüft einmal, sagt sich laut „Die Tür ist zu“ und bleibt im Bett. Du darfst das Absichern beenden, wenn es dich nicht mehr beruhigt, sondern nur noch wachhält.