Warum präsentierst du im Webinar nur Folien, die du auswendig kennst?

Für dein Webinar hast du zwanzig Folien vorbereitet, aber du zeigst nur die zwölf, die du auswendig kennst. Bei den übrigen fürchtest du die Rückfrage, die dich ins Stocken bringt. So bleibt dein Vortrag glatt und sicher, aber dünner, als das Thema es verdient hätte.

Vielleicht willst du souverän wirken. Dahinter steht Angst: dass eine unerwartete Frage dich als unwissend entlarvt. Worauf baust du – auf einen sicheren Auftritt oder auf ein vollständiges Bild, das Unbekanntes zulässt? Wer nur Bekanntes zeigt, stellt sich selbst eine Falle aus Sicherheit.

Wer auf Liebe baut, zeigt auch die schwierige Folie und sagt offen, wenn er etwas nicht sofort weiß. Du darfst eine Frage zugeben und später beantworten. Souverän wirkt, wer mit Lücken ehrlich umgeht.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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