Warum notierst du einen unsicheren Plan lieber mit Bleistift?

Die Reise ist noch nicht sicher, also schreibst du den Termin mit Bleistift in den Kalender. Du könntest ihn auch später durchstreichen, doch das Radieren erscheint sanfter. Die kleine Entscheidung zeigt, wie vorsichtig du eine Zukunft einträgst, auf die du dich schon ein wenig zu freuen beginnst.

Vorläufige Zeichen können helfen, zwischen Hoffnung und Festlegung zu unterscheiden. Vielleicht möchtest du Raum für Änderungen lassen, ohne den Wunsch ganz fernzuhalten. Problematisch wird diese Vorsicht erst, wenn du auch tragfähigen Plänen nie erlaubst, wirklich zu gelten. Nicht jede Möglichkeit muss unverbindlich bleiben, um Enttäuschung erträglich zu machen.

Du könntest neben dem Datum vermerken, was noch geklärt werden muss und wann du nachfragst. So bekommt Unsicherheit eine Form. Der Bleistift darf bleiben, aber dein Wunsch braucht nicht vollständig auf später vertagt zu werden, bis jede Frage beantwortet ist.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

Nach oben scrollen