Der Teller ist leer, dein Magen meldet längst, dass er satt ist, doch du stehst trotzdem auf und füllst noch einmal nach. Beim Essen denkst du an den stressigen Tag und daran, wie müde du bist. Die zweite Portion fühlt sich kurz wie Trost an.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass das Essen aufhört, bevor die innere Leere sich gefüllt hat. Worauf baust du – auf den vollen Teller oder auf einen Körper, der dir längst sagt, wann genug ist?
Wer auf Liebe baut, legt nach der ersten Portion kurz die Gabel hin und fragt sich, was eigentlich gerade wirklich fehlt. Du darfst satt sein, ohne weiterzuessen; dein Körper weiß besser als der Teller, was er braucht.