Kaum stehst du an der Kasse, öffnest du Nachrichten, sortierst Bilder oder liest einen halben Artikel. Die Schlange rückt weiter, doch du bist innerlich noch bei drei angefangenen Dingen. Aus wenigen ruhigen Minuten ist eine kleine Folge unterbrochener Aufgaben geworden.
Vielleicht erscheint ungenutzte Zeit dir schnell als verlorene Zeit. Das ist verständlich, wenn dein Tag wenig Spielraum bietet. Trotzdem muss nicht jede Lücke einen messbaren Ertrag liefern. Ein kurzer Moment ohne zusätzliche Informationen kann einfach eine Pause zwischen zwei Wegen sein, nicht ein Mangel an Disziplin.
Du könntest das Telefon einmal in der Tasche lassen und wahrnehmen, wo du gerade stehst. Das muss keine Übung mit einem besonderen Ziel werden. Auch bloßes Warten gehört zu einem Leben, das nicht ständig bearbeitet werden muss.