Die Jacke seines verstorbenen Vaters hängt noch im Flur. Beim Aufräumen schlägst du vor, sie endlich zu spenden. Dein Partner wird still. Für dich ist es ein Kleidungsstück, das Platz braucht; für ihn riecht es vielleicht noch nach einem Menschen, den er vermisst.
Eine mögliche Lesart: Dahinter steht Angst: Solange diese Dinge bleiben, könnte auch die Traurigkeit dauerhaft bei euch wohnen. Dann soll Ordnung etwas beenden, das keinen festen Termin hat. Worauf baust du – auf einen leeren Kleiderhaken oder auf das Tempo, das dein Partner gerade braucht?
Wer auf Liebe baut, muss Erinnerungen nicht vorschnell entsorgen. Du darfst über den gemeinsamen Platz sprechen und zugleich fragen, welche Stücke bleiben sollen. Fasst persönliche Trauersachen nur mit Zustimmung an.