Du spürst seit Wochen, dass deine Kräfte nicht reichen. Trotzdem arbeitest du weiter, bis vielleicht jemand sagt, dass es genug ist. Deine eigene Wahrnehmung scheint noch kein ausreichender Grund zu sein. Erst eine äußere Bestätigung würde dir erlauben, den Umfang zu reduzieren oder Unterstützung zu verlangen.
Wer Belastung lange relativiert hat, vertraut fremden Urteilen manchmal stärker als den eigenen Signalen. Dazu können Arbeitsbedingungen kommen, in denen Grenzen regelmäßig bestritten werden. Dass du Zustimmung brauchst, ist dann nachvollziehbar. Es bedeutet aber nicht, dass Erschöpfung erst nach einer offiziellen Begutachtung existiert.
Du könntest konkrete Beobachtungen festhalten und ein Gespräch über Entlastung suchen. Bei anhaltenden Beschwerden kann fachliche Unterstützung wichtig sein. Du musst dafür nicht erst vollständig ausfallen. Deine Grenze darf besprochen werden, solange noch Handlungsspielraum vorhanden ist, nicht erst dann, wenn dein Körper jede weitere Verhandlung beendet.