Der Flyer von der Hebamme liegt seit Wochen auf dem Küchentisch. Du weißt, dass dein Beckenboden die Übungen bräuchte, doch der Anruf bei der Kursleiterin bleibt unerledigt. Der Körper nach der Geburt wartet, während du dich um alle anderen kümmerst.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass für dich selbst keine Zeit und kein Platz bleibt, wenn das Baby schon so viel braucht. Worauf baust du – auf ständiges Funktionieren oder auf eine Stunde in der Woche, die nur dir gehört?
Wer auf Liebe baut, nimmt das Telefon und fragt nach einem Platz, auch wenn die Zeit knapp ist. Du darfst dir diese Stunde nehmen, ohne eine schlechte Mutter zu sein. Wer für sich sorgt, hat mehr Kraft für das Kind.