Wenn der Chorleiter ein neues, anspruchsvolles Stück verteilt, hältst du dich zurück. Du meldest dich nur für die Lieder, die du auswendig kannst. So bleibt deine Stimme im Vertrauten, und die schwierigen Stellen singen die anderen.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass ein falscher Ton dich vor allen bloßstellt und deinen Platz im Chor gefährdet. Worauf baust du – auf die Sicherheit des Bekannten oder auf den Mut, dich an Neues zu wagen?
Wer auf Liebe baut, probiert das neue Stück einmal mit und lässt sich von den anderen tragen. Du darfst Fehler machen, denn ein Chor lebt davon, dass alle zusammen erst wachsen.