Du vertippst dich, vergisst etwas oder kommst zu spät, und dein innerer Richter legt sofort los. Du schimpfst mit dir, nennst dich unbrauchbar und gibst dir die Schuld für alles. Der Fehler wird größer als der ganze Tag.
Dahinter steht Angst: dass ein einziger Fehler beweist, dass du nicht gut genug bist, und dass alle es längst gemerkt haben. Worauf baust du – auf die harte Stimme in dir oder auf die sanfte Erlaubnis, Mensch sein zu dürfen?
Wer auf Liebe baut, behandelt sich nach Fehlern mit derselben Güte wie einen guten Freund. Du darfst Fehler machen und trotzdem weitergehen, ohne dich zu bestrafen.
Weiterfragen: Warum machst du aus einem Fehler eine Identität? · Warum erzählst du deine Geschichte, als wäre sie schon zu Ende?