Warum macht dich ein freier Nachmittag nach einer Deadline nervös?

Wochenlang war jede Stunde verplant. Jetzt ist die Abgabe erledigt und der Nachmittag offen. Statt Erleichterung spürst du Unruhe. Du suchst nach Kleinigkeiten, räumst Dateien um oder prüfst alte Nachrichten. Die freie Zeit fühlt sich weniger wie ein Geschenk an als wie eine fehlende Anweisung.

Nach hoher Anspannung schaltet der Körper nicht immer sofort um. Außerdem hat die Deadline viele Entscheidungen für dich übernommen: Was wichtig war, stand fest. Nun musst du wieder spüren, was du selbst möchtest. Das kann überraschend anstrengend sein, ohne dass mit deiner Erholungsfähigkeit grundsätzlich etwas falsch wäre.

Du darfst den Übergang schlicht gestalten. Etwas essen, kurz hinausgehen, einen vertrauten Menschen treffen. Es braucht nicht sofort den perfekten freien Nachmittag. Vielleicht kommt Ruhe erst, wenn du sie nicht ebenfalls als Aufgabe behandelst, die nach dem Projekt nun besonders erfolgreich gelingen muss.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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