Dein innerer Frieden hängt davon ab, ob jemand antwortet, ob das Wetter hält, ob die Pläne aufgehen. Wenn alles stimmt, bist du ruhig, wenn etwas kippt, kippt auch dein Gleichgewicht. So wird deine Ruhe zu einem Blatt im Wind, das sich nur mit fremder Erlaubnis bewegt. Dabei liegt die Fähigkeit zur Ruhe nicht in den Umständen, sondern in dir.
Worauf baust du, wenn du Ruhe suchst? Auf Angst, die sagt: Erst wenn alles sicher ist, darfst du entspannen. Oder auf Liebe, die sagt: Du darfst jetzt atmen, auch mitten im Ungewissen. Wer auf Wachstum baut, tut, was in seiner Macht liegt.
Vielleicht will dein Kontrollwunsch dich schützen, weil du einmal erfahren hast, wie weh Ungewissheit tut. Aus diesem Blickwinkel ist er keine Schwäche, sondern eine alte Rüstung, die zu schwer geworden ist. Du darfst sie ablegen und entdecken, dass du auch ohne sie sicher bist. Die Frage ist, worauf du baust, auf die Angst vor dem, was kommt, oder auf die Liebe.
Weiterfragen: Warum bleibt die Angst, wenn die Gefahr längst weg ist? · Warum sieht derselbe Moment jeden Tag anders aus?