Zwischen zwei Besprechungen liegt endlich eine Stunde ohne Termin. Kaum sieht jemand die Lücke, kommt eine Einladung. Du akzeptierst, weil dort tatsächlich nichts steht. Danach fragst du dich, wann du die Aufgaben erledigen sollst, über die in den Besprechungen gesprochen wurde.
Ein leerer Kalender zeigt nicht unbedingt freie Kapazität. Denken, Vorbereiten und Nacharbeiten brauchen Zeit, ohne dass weitere Personen dabei sitzen. Vielleicht zählt in deinem Arbeitsumfeld nur das sichtbare Treffen als verbindlich. Dann verschwinden die stillen Teile guter Arbeit systematisch aus der Planung.
Du könntest auch Arbeitsphasen als Termine mit dir selbst eintragen. Nicht als Trick, sondern als ehrliche Darstellung deines Tages. Wer eine zusätzliche Besprechung braucht, kann dann gemeinsam mit dir abwägen. Eine Lücke ist manchmal genau der Platz, an dem das eigentliche Ergebnis entsteht.