Warum lässt du deine Freundin raten, was dich gerade stört?

Du wirst still und ziehst dich zurück, sagst aber, es sei nichts. Sie fragt dreimal nach und du antwortest nur knapp. Innerlich wünschst du dir, sie würde von selbst verstehen, was los ist. Und sie bleibt ratlos zurück.

Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass ein offenes Wort dich angreifbar macht und sie deine Sorge kleinreden könnte. Worauf baust du – auf das stille Erraten oder auf klare Sätze, die dein Gegenüber erst richtig erreichen?

Wer auf Liebe baut, sagt rechtzeitig, was ihn bewegt, auch wenn die Formulierung noch nicht perfekt ist. Du darfst um Zeit bitten und sie trotzdem nicht zum Rätselraten zwingen.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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