Dein Handy speichert tausend Bilder vom letzten Jahr, die du seit dem Aufnehmen nicht mehr geöffnet hast. Trotzdem machst du bei jedem Spaziergang neue Fotos und lädst sie in die Cloud. Der Speicher ist fast voll, und du suchst ewig, wenn du ein bestimmtes Bild brauchst.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass ein Moment verloren geht, wenn du ihn nicht festhältst, und du ihn später vermisst. Worauf baust du – auf die wachsende Sammlung, die du nicht siehst, oder auf wenige Bilder, die du wirklich anschaust?
Wer auf Liebe baut, wählt nach jedem Tag drei Fotos aus und löscht den Rest. Du darfst Erinnerungen behalten, ohne jeden Augenblick zu archivieren.