Ihr füllt die Unterlagen fürs Standesamt aus. Bei der Namenswahl stockst du: Dein Partner möchte den eigenen Namen behalten. Eben ging es noch um Formulare, jetzt fühlt sich die Entscheidung für dich erstaunlich persönlich an. Du hattest euch längst mit demselben Türschild vorgestellt.
Vielleicht erklärt das einen Teil: Dahinter steht Angst: Ohne gemeinsamen Namen könnte eure Verbindung nach außen weniger zählen. Ein vertrautes Familienbild wird damit zum Maßstab für Verbindlichkeit. Worauf baust du – auf übereinstimmende Buchstaben im Ausweis oder auf Absprachen, mit denen ihr füreinander Verantwortung übernehmt?
Wer auf Liebe baut, kann nach der Geschichte hinter einem Namen fragen. Du darfst dein Wunschbild erzählen, ohne daraus eine Pflicht zu machen. Hört beide zu, bevor ihr das Formular abschließt.