Am Marktstand probierst du einen Käsewürfel. Die Verkäuferin erklärt dir freundlich, woher der Käse kommt. Er schmeckt dir zu kräftig, doch du bestellst ein Stück. Während sie es einwickelt, ärgerst du dich schon, weil du eigentlich bloß kosten wolltest.
Manchmal steckt diese Befürchtung darin: Dahinter steht Angst: Nach einer freundlichen Beratung ohne Kauf zu gehen könnte ausnutzend wirken. Worauf baust du – auf einen Kauf als Entschuldigung oder auf ein ehrliches Urteil über die Kostprobe?
Wer auf Liebe baut, kann Freundlichkeit erwidern, ohne dafür Käse mitzunehmen. Du darfst dich für die Erklärung bedanken und sagen, dass diese Sorte nicht dein Geschmack ist. Eine angebotene Kostprobe ist keine Bestellung. Vielleicht kaufst du beim nächsten Besuch etwas, das dir wirklich schmeckt.