Du erwartest, dass der andere errät, was du brauchst – dass er anruft, sich meldet, dir entgegenkommt. Und wenn er es nicht tut, bist du enttäuscht. Dabei hast du nie gesagt, was du erwartest, und hältst ihn trotzdem für schuldig.
Dahinter steht Angst: vor der Enttäuschung, wenn du deine Erwartung aussprechen und ein klares Nein hören könntest. Worauf baust du – auf das stille Erwarten oder auf das offene Sagen, was du brauchst?
Wer auf Liebe baut, spricht Erwartungen aus, statt sie vorauszusetzen. Du darfst sagen, was du brauchst – der andere kann nicht lesen, was du nie gesagt hast.
Weiterfragen: Warum redest du über alle, nur nicht mit dem, den es betrifft? · Warum nimmst du an, dass Schweigen Ablehnung bedeutet?