Du trägst die Last, fragst nicht um Hilfe und sagst dir, dass du es allein schaffen musst. Dabei wären Menschen da, die gern mittragen würden. Warum glaubst du, du müsstest alles allein schaffen?
Dahinter steht Angst: die Angst, zu fallen, wenn du dich anlehnst. Vielleicht wurdest du einmal enttäuscht, als du dich geöffnet hast. Seitdem fühlt sich Hilfe an wie ein Risiko, das du dir nicht mehr leisten willst. Du verwechselst Unabhängigkeit mit Unverwundbarkeit – und wirst dabei immer müder.
Worauf baust du – auf die Härte des Alleinkämpfens oder auf die Kraft, die in Vertrauen liegt? Wer auf Verbindung baut, darf schwach sein. Hilfe anzunehmen ist kein Versagen, sondern der Mut, sich zeigen zu lassen.