Warum gibst du dem Fundbüro nur die Dinge, die du selbst nicht brauchen kannst?

Den einzelnen Handschuh legst du sichtbar auf eine Mauer. Bei den guten Kopfhörern auf der Bank zögerst du länger. Niemand ist in der Nähe, und solche könntest du gerade gebrauchen. Plötzlich erscheint dir die Fundsache weniger eindeutig als noch der Handschuh, mit dem du nichts anfangen konntest.

Eine mögliche innere Erklärung lautet: Dahinter steht Angst: selbst zu kurz zu kommen und eine seltene Gelegenheit zu verpassen. Worauf baust du – auf einen nützlichen Zufallsfund oder auf eine wirkliche Chance zur Rückgabe? Dein Bedarf macht den Verlust eines anderen nicht kleiner.

Wer auf Liebe baut, erkundigt sich nach der passenden Fundstelle und gibt die Kopfhörer dort ab. Du darfst dich darüber ärgern, gerade eigene zu benötigen. Dieses Gefühl muss nicht entscheiden, was du mit fremdem Eigentum tust.

Bleib neugierig.

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