Du hast ein Käsebrötchen bestellt, in der Tüte liegt eines mit Ei. Zurück an deinem Tisch bemerkst du den Irrtum. Die Theke ist nur wenige Schritte entfernt. Trotzdem wickelst du das Brötchen wieder ein und überlegst, wem du es später geben könntest.
Vielleicht trifft hier zu: Dahinter steht Angst: Du rechnest damit, dass eine Reklamation sofort Streit bedeutet. Worauf baust du – auf das schweigende Behalten der falschen Bestellung oder auf eine sachliche Klärung an der Theke?
Wer auf Liebe baut, muss einen Irrtum nicht zur Schuldfrage machen. Du darfst freundlich zeigen, was in deiner Tüte gelandet ist, und sagen, was du bestellt hattest. Vielleicht wurde bloß etwas vertauscht. Gib dem Personal die Gelegenheit, es zu korrigieren, bevor du hungrig weitergehst.