Der direkte Weg zur Haltestelle dauert fünf Minuten, aber du nimmst den Bogen durch den Park. Er ist länger, manchmal nass, und du kommst oft außer Atem. Trotzdem weichst du keinen einzigen Morgen davon ab.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass ein anderer Weg dich mit etwas Unbekanntem konfrontiert, das du nicht einordnen kannst. Worauf baust du – auf die vertraute Strecke oder auf die Offenheit, dass auch neue Wege sicher sind? Gewohnheit trägt dich, aber sie darf dich nicht einsperren.
Wer auf Liebe baut, probiert einmal in der Woche eine andere Strecke und merkt, dass nichts passiert. Du darfst deinen Weg wechseln, ohne dass dir der Boden unter den Füßen wegbricht.