Du packst neue Stifte aus, sortierst die Farben und legst das Skizzenbuch daneben. Der Einkauf hat sich nach Aufbruch angefühlt. Eine Woche später suchst du nach besserem Papier, während die erste Seite noch leer ist. Die Ausstattung wächst schneller als deine Erfahrung mit dem Zeichnen.
Vielleicht lässt es sich so verstehen: Dahinter steht Angst: Auf dem Papier würdest du sehen, was du noch üben musst. Kaufen bietet Vorfreude ohne diesen Versuch. Worauf baust du – auf die nächste Materialbestellung oder auf eine erste Zeichnung mit vorhandenen Stiften?
Wer auf Liebe baut, darf dem Anfänger in dir praktische Zeit geben. Du darfst heute deine Kaffeetasse zeichnen, auch mit schiefem Henkel. Lass die Einkaufsliste liegen und notiere anschließend, welches Material dir beim Zeichnen tatsächlich gefehlt hat.