Der Zug fährt erst am Abend, doch du beginnst am Nachmittag nichts mehr. Das Buch bleibt geschlossen, die Schuhe stehen schon bereit. Du wartest, obwohl noch Stunden übrig sind, und ärgerst dich darüber, dass sich freie Zeit wie ein schmaler Durchgang anfühlt.
Ein bevorstehender Aufbruch kann deine Aufmerksamkeit besetzen. Du willst den richtigen Moment nicht verpassen und hältst innerlich bereits Ausschau nach der Abfahrt. Vielleicht brauchst du diesen Übergang tatsächlich. Vielleicht hilft aber auch eine klare Grenze, damit nicht der ganze Nachmittag zur Wartehalle wird.
Du könntest einen Wecker stellen und dir bis dahin etwas Überschaubares erlauben. Eine Tasse Tee oder ein kurzer Spaziergang reicht. Freie Zeit muss nicht groß genug für ein ganzes Vorhaben sein.