Bei einer Familie gehört das Gebet selbstverständlich dazu, bei der anderen wird darüber gelächelt. Du kennst beide Seiten und merkst, wie du jeweils einen Teil deiner Gedanken zurückhältst. Du möchtest Verbindung halten, ohne ständig eine Welt gegen die andere verteidigen zu müssen.
Unterschiedliche Traditionen werden besonders an Feiertagen und Lebensübergängen sichtbar. Dabei geht es oft ebenso um Zugehörigkeit wie um Überzeugungen. Du bist nicht verpflichtet, alle Spannungen zu lösen. Auch die anderen Beteiligten tragen Verantwortung dafür, respektvoll mit Unterschieden umzugehen und dich nicht zum dauernden Vermittler ihrer Bewertungen zu machen.
Benenne, welche Formen du selbst mittragen möchtest. Gemeinsame Regeln können praktischer sein als eine Einigung über letzte Wahrheiten. Du darfst mehreren Geschichten verbunden sein. Dein Leben muss keine Entscheidungsschlacht werden, in der eine Herkunft gewinnt und die andere vollständig verschwinden soll.