Wenn jemand traurig ist, fühlst du dich schuldig. Wenn jemand wütend ist, denkst du, du müsstest es richten. Du trägst die Stimmungen anderer wie deine eigene Last. Dabei gehört jeder Gefühl dem, der es fühlt – nicht dir.
Dahinter steht Angst: dass du schuld bist, wenn es anderen schlecht geht, und dass du es wiedergutmachen musst. Worauf baust du – auf die Übernahme fremder Gefühle oder auf die Grenze, die dein Eigenes schützt?
Wer auf Liebe baut, begleitet, ohne zu übernehmen. Du darfst da sein, ohne die Verantwortung für fremde Gefühle zu tragen – Mitgefühl ist kein Schuldschein.
Weiterfragen: Warum entschuldigst du dich, bevor du etwas Schönes sagst? · Warum prüfst du Menschen, die dir guttun, härter als alle anderen?