Warum fragst du dich beim Aufräumen, was von dir bleiben wird?

Du sortierst alte Hefte, Briefe und Fotos. Manche Dinge erzählen viel, andere wirken plötzlich beliebig. Während du entscheidest, was bleiben soll, taucht eine größere Frage auf: Welche Spuren deines Lebens werden andere überhaupt erkennen, wenn du sie nicht mehr selbst erklären kannst?

Gegenstände tragen Erinnerungen, aber sie bewahren nie einen ganzen Menschen. Bedeutung liegt auch in Gesprächen, übernommenen Gesten und kleinen Veränderungen, die sich nicht ordentlich beschriften lassen. Dein Leben muss deshalb kein lückenloses Archiv hinterlassen. Auch was nicht aufbewahrt wird, kann wirklich gewesen sein und andere berührt haben.

Du kannst einige Dinge mit einer kurzen Geschichte versehen und anderes gehen lassen. Frage dich, was heute noch lebendige Verbindung schafft. Hinterlassen heißt nicht nur sammeln. Vielleicht wirkt von dir besonders das weiter, was du mit Menschen geteilt hast, ohne daran zu denken, dass es einmal eine Spur sein würde.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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