Warum erzählst du Nachrichten so, als hättest du sie selbst erlebt?

Beim Treffen mit Freunden gibst du eine Meldung so lebhaft wieder, als wärst du selbst dabei gewesen. Kleinigkeiten erfindest du dazu, damit die Geschichte runder klingt. Irgendwann glaubst du selbst an deine Ausschmückungen. Du willst, dass die Geschichte eindrucksvoller wirkt, als sie wirklich ist.

Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass eine nüchterne Wiedergabe langweilig wirkt und niemand zuhört. Worauf baust du – auf die ausgeschmückte Geschichte oder auf das Vertrauen, das ehrlich bleibt?

Wer auf Liebe baut, erzählt die Meldung so, wie sie war, und lässt sich Zeit für das Wesentliche. Du darfst unterhaltsam sein, ohne aus einer Nachricht deine eigene Erfindung zu machen.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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