Warum erwähnst du die Schlafstörung nur als Nebensatz?

Beim Arzttermin zählst du deine Beschwerden auf und lässt am Ende fallen, dass du schlecht schläfst. Du sagst es beiläufig, fast entschuldigend, als wäre es deine eigene Schuld. Die Ärztin nickt, notiert kurz, und du bist erleichtert, dass es nicht weiter besprochen wurde.

Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass deine Erschöpfung ernst genommen wird und du dein Leben umstellen müsstest. Worauf baust du – auf die beiläufige Erwähnung oder auf einen Schlaf, der dich wirklich erholt? Deine Nächte sind kein Randthema, sondern die Mitte deiner Gesundheit.

Wer auf Liebe baut, sagt beim nächsten Mal klar, wie oft du aufwachst und wie lange du wachliegst. Du darfst deine Müdigkeit benennen, ohne sie herunterzuspielen.

Bleib neugierig.

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