Warum erscheint dir ein gewöhnlicher Arbeitstag manchmal sinnlos?

Du beantwortest Nachrichten, verschiebst Dateien und gehst nach Hause, ohne ein sichtbares Ergebnis mitzunehmen. Auf die Frage, was du heute getan hast, findest du kaum eine befriedigende Antwort. Dabei warst du beschäftigt und müde, nur der Zusammenhang zwischen den einzelnen Aufgaben bleibt undeutlich.

Sinn entsteht oft, wenn du Folgen und Beziehungen einer Tätigkeit erkennen kannst. In stark aufgeteilten Abläufen wird dieser Zusammenhang unsichtbar. Das heißt nicht automatisch, dass deine Arbeit nutzlos ist. Es kann aber ein ernstes Signal sein, wenn weder Nutzen noch Lernmöglichkeiten noch faire Bedingungen erkennbar werden.

Frage konkret, wem deine Arbeit hilft und welche Aufgaben entfallen könnten. Suche auch außerhalb des Berufs nach bedeutsamen Erfahrungen. Dein Arbeitsplatz muss nicht alle Sinnfragen beantworten. Dennoch darfst du erwarten, dass deine Zeit dort mehr ist als eine endlose Bewegung ohne verständlichen Zweck.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

Nach oben scrollen