Warum erkennst du dich auf alten Familienvideos kaum wieder?

Auf dem Bildschirm lachst du laut und machst Grimassen. Heute würdest du dich kaum so filmen lassen. Du fragst dich, wann diese Unbefangenheit verschwunden ist und ob das Kind im Video vielleicht echter war als die Person, die du geworden bist.

Erinnerungen zeigen Ausschnitte, keine vollständigen Menschen. Das Kind hatte ebenfalls schwierige Tage, die gerade niemand aufgenommen hat. Gleichzeitig kann das Video eine Seite berühren, für die dein gegenwärtiger Alltag wenig Raum lässt. Beides darf nebeneinander wahr sein.

Du brauchst nicht zurück in ein früheres Alter. Vielleicht möchtest du heute wieder albern tanzen oder laut lachen, wenn niemand etwas leisten muss. Eine alte Aufnahme kann dich an Möglichkeiten erinnern, ohne dir vorzuschreiben, welche Version von dir die richtige ist.

Bleib neugierig.

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