Du schickst die Nachricht und atmest auf. Gleichzeitig denkst du an gemeinsame Abende und fragst dich, ob du künftig noch selbstverständlich dazugehörst. Eine Aufgabe abzugeben ist offenbar nicht nur eine organisatorische Entscheidung, sondern berührt deinen Platz in der Gemeinschaft.
Manche Gruppen verknüpfen Zugehörigkeit eng mit Einsatz. Vielleicht fürchtest du nicht bloß ein Urteil, sondern kennst tatsächlich die Erfahrung, nach einer Absage weniger eingeladen zu werden. Gerade deshalb lohnt es sich, zwischen tragfähigen Beziehungen und einer Anerkennung zu unterscheiden, die ständig durch Arbeit erneuert werden muss.
Sag, welche Formen des Kontakts du weiterhin möchtest. Du kannst gelegentlich teilnehmen, ohne heimlich wieder alles zu übernehmen. Entlastung und Traurigkeit dürfen zusammengehören. Eine Gemeinschaft wird nicht ärmer, wenn Menschen Grenzen haben, sondern wenn nur die dauerhaft Belastbaren einen sicheren Platz behalten.