Warum drückst du im Aufzug sofort auf den Knopf zum Türschließen?

Du steigst im Erdgeschoss ein und drückst deine Etage. Noch bevor die Aufzugtür sich bewegt, sucht dein Finger die beiden gegeneinander gerichteten Pfeile. Du hast keinen Termin. Trotzdem fühlt sich das kurze Warten vor der offenen Tür erstaunlich unerträglich an.

Eine mögliche Erklärung lautet: Dahinter steht Angst: Sobald nichts passiert, fühlst du dich ausgeliefert. Der zusätzliche Knopfdruck gibt dir etwas zu tun. Worauf baust du – auf einen weiteren Steuerungsversuch oder auf das selbstständige Schließen der Tür?

Wer auf Liebe baut, kann auch mit der eigenen Ungeduld freundlich umgehen. Du darfst den Arm sinken lassen, ohne daraus eine Geduldsprüfung zu machen. Schau auf die Etagenanzeige und lass den Aufzug arbeiten. Nicht jeder Ablauf braucht deine ständige Unterstützung.

Bleib neugierig.

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