Du hältst dich für stark, wenn dich nichts berührt. Tränen, Wut, Angst schiebst du beiseite, als wären sie Zeichen von Schwäche. Dabei ist wahre Stärke nicht die Abwesenheit von Gefühl, sondern der Mut, es auszuhalten.
Dahinter steht Angst: vor dem Kontrollverlust, wenn die Gefühle kommen, und davor, verletzlich zu wirken. Worauf baust du – auf die harte Fassade oder auf die Stärke, die im Fühlen liegt?
Wer auf Liebe baut, lässt Gefühle zu und bleibt trotzdem bei sich. Du darfst fühlen – nicht zu fühlen macht dich nicht stark, sondern taub.
Weiterfragen: Warum suchst du in alten Entscheidungen den Fehler, den du jetzt spürst? · Warum verzeihst du dir selbst so schwer?