Warum beugst du dich beim Lesen so tief über die Seite?

Du sitzt vornübergebeugt, die Nase fast auf dem Papier, während du liest. Dein Rücken spannt, dein Nacken schmerzt, aber du richtest dich nicht auf. Du versinkst so tief im Text, dass du deinen Körper vergisst.

Dahinter steht Angst: dass du etwas überliest, wenn du dich aufrichtest, und dann den Faden verlierst. Worauf baust du – auf die gebeugte Haltung, die dich fesselt, oder auf den aufrechten Rücken, der dir Raum lässt?

Wer auf Liebe baut, liest mit Freude und achtet dabei auf den Körper, der ihn trägt. Du darfst dich aufrichten – die Geschichte bleibt bei dir, auch wenn du bequemer sitzt.

Bleib neugierig.

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