Du sehnst dich nach Nähe, und wenn sie kommt, ziehst du dich zurück. Warum fühlt sich das, was du dir wünschst, manchmal bedrohlich an?
Nähe macht dich sichtbar – und damit angreifbar. Distanz dagegen lässt dich kontrollieren, was andere von dir sehen. Dahinter steht Angst: die Angst, verletzt oder verlassen zu werden, wenn du dich zeigst. Du hältst Abstand, um den Schmerz vorwegzunehmen. Worauf baust du – auf die Mauer oder auf die Tür?
Nähe ist ein Risiko, das sich nur eingehen lässt, nicht vermeiden. Wer auf Liebe baut, wagt sich schrittweise heraus und bleibt doch bei sich. Du darfst langsam kommen – Hauptsache, du kommst.
Weiterfragen: Warum lieben wir Menschen, die uns wehtun? · Warum verletzen wir die, die uns am nächsten sind?