Warum forderst du von dir, was du allen anderen erlässt?

Ein Freund macht einen Fehler, und du bist voller Verständnis. Machst du selbst denselben Fehler, verurteilst du dich ohne Gnade. Für andere hast du Nachsicht, für dich nur einen strengen Richterblick.

Dahinter steht Angst: dass du nur geliebt wirst, wenn du makellos funktionierst, und dass jeder Fehltritt dich wertlos macht. Worauf baust du – auf den unbarmherzigen Maßstab oder auf die Güte, die du anderen längst schenkst?

Wer auf Liebe baut, behandelt sich selbst so freundlich wie seine Liebsten. Du darfst dir verzeihen – du verdienst dieselbe Milde, die du anderen gibst.

Weiterfragen: Warum denkst du, dass stark sein heißt, nichts zu fühlen? · Warum vergleichst du deinen Anfang mit dem Ende der anderen?

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