Du denkst an ihn, vermisst ihn, und trotzdem wählst du nicht. Der Anruf bleibt ungetan, obwohl du genau weißt, wie sehr du dich nach seiner Stimme sehnst. Tag für Tag schiebst du auf, was dir am meisten fehlt.
Dahinter steht Angst: vor der Stille, die nach dem Gespräch kommt, und davor, dass sich inzwischen etwas verändert haben könnte. Worauf baust du – auf das Zögern oder auf die Nähe, die ein einziger Anruf wiederherstellt?
Wer auf Liebe baut, wählt die Nummer, bevor der Mut nachlässt. Du darfst anrufen – der Mensch, der dir fehlt, wartet wahrscheinlich genauso auf dich.
Weiterfragen: Warum lässt du den Wecker klingeln, nur um ihn weiterzustellen? · Warum behältst du Kleidung, die nicht mehr passt, als Versprechen?