Du hast den Namen selbst gewählt, doch beim ersten öffentlichen Gebrauch wirkt er noch wie ein Kostüm. Ein Teil von dir freut sich über den neuen Raum. Ein anderer fragt, ob du dir damit etwas anmaßt, bevor deine Arbeit überhaupt zeigen konnte, wofür dieser Name stehen und wie er sich anfühlen wird.
Ein gewählter Name kann Ausdruck ermöglichen und Schutz bieten. Seine Vertrautheit entsteht oft erst durch Gebrauch. Du musst nicht sofort eine vollständig ausgearbeitete künstlerische Person darstellen. Gleichzeitig dürfen praktische und rechtliche Fragen geklärt werden, etwa wie Verträge und Veröffentlichungen korrekt zugeordnet werden, damit die neue Form nicht unnötige Unklarheiten im Alltag schafft.
Benutze den Namen zunächst in einem passenden, überschaubaren Rahmen. Du darfst ihn mit Erfahrung füllen, statt ihm von Anfang an eine große Bedeutung aufzubürden. Ein gewählter Name muss nicht unecht sein. Er kann eine Seite deiner Arbeit sichtbar werden lassen.