Warum fragst du nach dem Sinn, wenn eigentlich Ruhe fehlt?

Nach einer anstrengenden Woche erscheint plötzlich alles leer: Arbeit, Termine, sogar Dinge, die du gewöhnlich magst. Du beginnst, dein ganzes Leben infrage zu stellen. Vielleicht ist die Frage wichtig, doch ihr dringlicher Ton taucht genau dann auf, wenn du kaum geschlafen und wenig gegessen hast.

Erschöpfung kann den Zugang zu Freude und Bedeutung verengen. Das heißt nicht, dass jede Sinnkrise bloß Müdigkeit wäre. Es lohnt sich aber, körperliche und soziale Bedingungen mitzudenken, bevor du weitreichende Urteile fällst. Anhaltende Leere verdient Unterstützung und sollte nicht nur mit mehr Disziplin beantwortet werden.

Kümmere dich zunächst um grundlegende Bedürfnisse und sprich mit jemandem, wenn das Gefühl bleibt. Große Entscheidungen dürfen warten, solange keine akute Notwendigkeit besteht. Du musst die Sinnfrage nicht abweisen. Vielleicht kannst du sie nach etwas Erholung genauer hören und besser unterscheiden, was wirklich verändert werden möchte.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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